früher gab es in Deutschland den Beruf des Vatikanologen von dem man gut leben konnte. Vor allen Dingen konnte man im Frühling durch Rom schlendern usw. Heute ist nicht mehr so. Wir sehen uns trotzdem  diesen Bericht aus vatikanologischer Sicht an.

Ende einer Etappe: Synodaler Weg verabschiedet Reform-Botschaft

Nach sechs Jahren intensiver und oft kontroverser Debatten ist der Synodale Weg zur Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland an diesem Samstag in Stuttgart zu Ende gegangen. Mit der Verabschiedung einer abschließenden Botschaft, dem sogenannten „WegWort“, bekräftigten Bischöfe und Laienvertreter ihren Willen, den eingeschlagenen Reformkurs trotz aller Widerstände fortzusetzen. Das Ende des Projekts wurde als Übergang in eine neue, dauerhafte Form der Zusammenarbeit gefeiert.

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30/01/2026


D: Emotionale Debatten bei Synodalversammlung in Stuttgart

Mario Galgano - Vatikanstadt

Kurz nach 11 Uhr stellte die Präsidiums-Gruppe der Versammlung das Dokument vor, das den programmatischen Titel trägt: „Für eine Welt, die Zukunft hat – mit einer Kirche, die Hoffnung macht.“ Der Text, der in einer Nachtsitzung von beratenden Theologen noch einmal grundlegend überarbeitet worden war, versteht sich als Bilanz und Selbstverpflichtung zugleich.

„Nichts mehr verschleiern“: Bilanz mit Licht und Schatten

In der Erklärung hält die Versammlung fest, dass der Synodale Weg von einer „Grundhaltung der Hoffnung“ getragen gewesen sei. Man blicke auf eine Kirche, die „nichts mehr verschleiert und sich erneuert“, um wirksamer für die Welt eintreten zu können. Dabei sparten die Synodalen nicht mit Selbstkritik: Es sei notwendig gewesen, missbrauchsbegünstigende Strukturen und eigene Schuldverstrickungen offenzulegen.

Schwester Katharina Kluitmann betonte bei der Vorstellung des Textes, dass man nichts „schönreden“ wolle: „Es gab Spannungen, Pannen und Krisen auf diesem Weg, Bemühungen wurden zunichte gemacht, Menschen verletzt.“ Dennoch stehe am Ende in vielerlei Hinsicht das Gelingen eines neuen Miteinanders und neuer Formen der Transparenz.